Freitag, 27. August 2010

Iona, ich komme!

So ihr Lieben,

nun ist es also an der Zeit, Annes Ecke wiederzubeleben. Ihr werdet im kommenden Monat mit dem ein oder anderen Beitrag und Erfahrungsbericht aus Iona, Schottland, rechnen dürfen, wo ich halbtags in einem Hostel arbeiten werde.
Für diejenigen, die sich fragen, wo Iona überhaupt liegt, hier zunächst einmal eine Karte, die hoffentlich hilft, eine grobe Ahnung zu bekommen, das rote Herz zeigt euch, wo's für mich hingeht.


Iona gehört geographisch gesehen zu den Inneren Hebriden, einer Inselgruppe vor Schottlands Westküste. Wahnsinnig groß ist das Eiland vor der etwas größeren Insel Mull nicht, gerade einmal 129 Menschen leben dauerhaft auf ihr und nach allem, was man so liest, sind vor allem Künstler und Landwirte vor Ort. Dem Fleckchen Erde eilt allerdings sein Ruf voraus, so war es nämlich im Mittelalter das Zentrum des britischen Christentums, da der Heilige Columba im Jahre 593 auf ihm landete und sich von dort aus das Christentum über Schottland und Nordengland verbreitete. Zugleich ist Iona auch die Ruhestätte mehrerer schottischer Könige - unter anderem soll auch Macbeth dort seinen Frieden gefunden haben. Und ein wenig Berühmtheit hat Iona auch in der deutschen Literatur erlangt, Theodor Fontane nämlich widmete der Insel in seinem Buch "Jenseit des Tweed" ein Kapitelchen (zu lesen beim Projekt Gutenberg).

Für mich beginnt die lange, lange Anreise kommenden Montag, den 30. August, wenn um Punkt 11 Uhr morgens mein Flieger von Köln-Bonn in Richtung Edinburgh abhebt. Von der guten alten Erasmusstadt geht es dann über Perth nach Oban, einem Küstenörtchen, das ich bereits 2002 besucht habe und in dem ich die Nacht verbringen werde. Die Reise nach Oban dürfte sehr idyllisch werden mit vielen kleinen Örtchen und einem kleinen Wiedersehen mit der West Highland Way-Route von 2005 - natürlich mit dem Scottish Citylink-Bus. Tags drauf, am 31. geht es dann in aller Herrgottsfrühe mit Fähre Nummer 1 nach Craignure, auf Mull. Dort steige ich dann in den Bus, um ans andere Ende von Mull, nach Fionnphort, zu gelangen, von wo aus mich Fähre Nummer 2 nach Iona bringen wird und ich hoffentlich von John, dem Besitzer des Guts Lagandorai, Betreiber des Hostels und somit mein Chef, abgeholt werde.

Hier meine Route: Schwarz die Anreise, grau die Rückreise.


Allein die Anreise ist also ein Abenteuer für sich. Man darf gespannt sein. Die Vorfreude ist bei mir jedenfalls vorhanden, wenn auch gepaart mit etwas Bammel, da nicht alle Details (schon gar nicht die Arbeitsbedingungen) 100%ig klar sind. Dass ich aber einem schönen Plätzchen entgegenstrebe, lässt sich nicht abstreiten. Eine "Sehprobe" findet ihr auf der Hompage "meines" Hostels.

Ob ich heil ankomme und was Schottland Ende August alles für mich bereithält...? Fortsetzung folgt!