Hallo ihr Lieben.
Hier die natürlich total unerwartete Nachricht, dass mein Hirn (o sea ich) mal wieder paranoide Überlastungserscheinungen bekommt. Durch das ganze Lernen, Klausurenhickhack - natürlich funktionieren auch die Klausuren nicht so wie gewohnt im Lande des Don Quixote - und die Tatsache, dass sich dieses Semester langsam dem Ende zuneigt, kommt hier die Ka*** zum Dampfen...
Aber es gibt auch wieder Neuigkeiten in Sachen Spanienerkundung zu berichten. Das vorletzte Wochenende haben wir nämlich im Baskenland verbracht. Mit einer 100%igen Regenwahrscheinlichkeit, was darin geendet hat, dass ich mir mal wieder einen unvorsichtigen Sonnenbrand zugezogen habe. So ist das halt in Spanien, die Wetterprognosen sind genau so zutreffend wie in Deutschland. :)
Mit an Bord waren Chiara, Eero, Tomas und ein ganzes Auto voller Franzosen, Alexandra, Mikael, Samuel und Claire nämlich. Ein fröhlicher Physio-Übersetzermix also. Und eine Sprachbarriere, die sich gewaschen hat. Ach, was sage ich da, zwei sogar! Die erste ist nämlich das Baskisch, was man keinen Zentimeter versteht und die zweite war die wunderschöne Sprache namens Französisch. Obwohl sie nicht mal in der Überzahl haben wir Unkundigen die Physios nicht daran hindern können, ihre Sprache zu pflegen... War trotzdem lustig.
Auch wenn wir ganz viel Pech hatten und Bilbao nichts für uns übrig hatte. Chiara und ich waren nämlich fest entschlossen das Guggenheim-Museum zu erkunden (was der Hauptgrund unseres Besuchs war!!), das allerdings nur noch eine Stunde geöffnet war, als wir schließlich dort ankamen. Wollten wir dann auch nicht. Der Alternativplan war die Uni anschauen, die eine der teureren in Spanien ist und superschick ausschaut!!!

Leider war Samstag und neuerdings ist die Uni an den Wochenenden für Besucher geschlossen - außerdem fand parallel dazu noch eine Hochzeit statt. Biestig!!! Nun ja, wir haben den Rest des Wochenendes an verschiedenen Stränden im Umland verbracht mit Hauptquartier in Gorliz, die Jugendherberge direkt neben dem Strand. So lässt es sich auch leben, finde ich. Natürlich waren wir auch Schwimmen. Die Jungs haben nächtliches Nacktbaden zelebriert, wir Damen haben uns bis zum nächsten Morgen (nach dem Frühstück!) gedulden können. Hier das Meer ;)

Das Baskenland ist übrigens DIE Region für einen Traumurlaub, wenn's nicht regnet. Hat Strand, Berge, Wald, Wald, Wald, niedliche Dörfer, Seen und das Meer zu bieten. Waaaah! Wenn ich mal einen Abstecher ins Gedankenlose brauche, weiß ich, wo ich hinmuss, hihi. Außerdem hat Bilbao in meinen Augen auch viel, viel weniger Hässliches an sich, als man der Stadt nachsagt! Hatte da etwas ganz anderes erwartet, aber was ich sehen konnte, ließ sich mit Teilen von Lissabon vergleichen und hatte auch jede Menge Jugendstil zu bieten. Hübsch! Oder sollte ich sagen charmant?!

Und eines ist uns aufgefallen: Die Basken kennen nur Extreme. Man begegnet entweder superschick gekleideten, herausgeputzten Menschen, oder absoluten Alternativos, die von Metallern bis hin zu Hippies reichen. Gefällt mir, die Mischung, hihi :). Leider war auch gerade Klausurenzeit angesagt, sodass in den Clubs tote Hose herrschte und wir uns in einen Irish Pub "zurückgezogen" haben, um so richtig mit einer Generation über uns abzutanzen, muahaha. War lustig, lang und feucht-fröhlich! Endlich mal wieder richtig herumzappeln kann so gut tun.
So. In Anbetracht der Tatsache, dass ich in sieben Stunden schon wieder meinen Wecker ertragen muss - es stehen noch zwei Klausuren vorm Wochenende an, juche - werde ich mal versuchen zur Ruhe zu kommen und verabschiede mich mit dem letzten Bericht einer längeren Reise vor der noch viel längeren Heimreise. In Soria stehen nun die San Juanes vor der Tür, die Straßen werden festlich geschmückt und man darf sich fragen, was wohl in der kommenden Woche auf uns zukommt. Am Wochenende danach steht WG-Putzaktion auf dem Plan und Montag, den 29. Juni, geht dann jeder seinen Weg. Nur Laura und Cedric gehen zusammen... Louise reist diesen Sonntag schon ab, ein Wiedersehen steht aber in zwei Wochen in Rouen schon an. Meine Heimreise wird vermutlich über San Sebastián nach Bordeaux, La Rochelle, Orléans, nach Rouen führen und von dort aus weiter nach Saarbrücken, um hoffentlich mit den Mädels vor Ort einen Kaffee zu trinken, und dann zu guter Letzt nach Hause. Geplante Ankunft: 6. Juli. Dann gehe ich den Hessen wieder auf den Senkel und lerne hoffentlich schnellstens wieder richtig Deutsch zu sprechen. Au Backe!
Da ich ab morgen keine stehende Internetverbindung mehr habe, wird der nächste Beitrag wohl auf sich warten lassen, weshalb an dieser Stelle einmal gesagt sei, dass mein zweites Auslandssemester entgegen aller Erwartungen de puta madre war und ich es in Spanien tatsächlich genossen habe. Mehr als ich dachte sogar. Und gut, dass es jetzt langsam heim geht, denn es wird heiß!! In den letzten drei Wochen verging kaum ein Tag, an dem wir nicht die 30°C geknackt hätten. Horror für mich!!!
Lasst es euch gut gehen, ich grüß euch herzlich und melde mich sobald es geht. Immerhin braucht meine Fotopräsi auch mal wieder ein Update. Dringendst... Und Schluss.